
Ein zentrales Projekt der EuRegionalen 2008 ist der grenzübergreifende, zwischen Herzogenrath und Kerkrade gelegene Eurodepark. Ausgangspunkt für den Entwurf des Eurode Parks ist das historische Dreieck Baalsbrugger Mühle, Abtei Rolduc sowie die auf deutscher Seite gelegene Burg Rode. Das Konzept sieht vor, die historischen Orte neu miteinander zu vernetzen und mittels Pflasterbänder ("Wegweiser"), die in das vorhandene Pflaster der Gehwege eingelegt werden, ein neues Orientierungssystem zu schaffen. Die Materialität der Bänder ist abgeleitet aus dem übergeordneten euregionalen Farb- und Materialkonzept: Beschriftete Bronzetafeln und orange "Spursteine" kombiniert mit grauem Naturstein stehen für von weitem sichtbare neue Brückenschläge zwischen den Nationen.
Der Friedhof an der Eygelshovener Straßes ist Teil des Eurodeparks und soll langfristig entlang der Wurm mit dem Landschaftspark und der Innenstadt von Herzogenrath verknüpft werden. Schon heute stellt er mit seinem parkartigen Charakter, dem alten Baumbestand und den historischen Grabstätten ein Kleinod dar. Idee ist es, den Friedhof als besinnlichen Ort und Ort christlicher Begräbniskultur wieder zurück in das Bewußtsein der Bevölkerung zu bringen. Über drei verschiedene "Lebenswege" steigt man vom "Quellgrund" der Wurm (Ursprung des Lebens) entlang der vorhandenen Grabreihen (Vergänglichkeit / Irdisches Leben) bis in den höher gelegenen "Paradiesgarten" hinauf. Jeweils drei "Denkorte" auf dem Weg laden ein, still zu stehen und innezuhalten. Kontrastierend zum dunklen Baumbestand der vorhandenen Friedhofsbepflanzung werden als Teil des übergeordneten Farbkonzepts im Paradiesgartenteil gelbblättrige Robinien, Obstbäume und Blütenhecken gepflanzt.
Der Kreuzplatz bildet von Herzogenrath aus den Hauptzugang in den Eurodepark. Die vorhandene Platzsituation wird mitttles eines neuen Natursteinpflasterbelags aus Kleinsteinpflaster neu definiert. Ein neues Stück Weg aus großformatigen Betonplatten bildet den Eingang und Auftakt zum Landschaftspark. Darin eingelegte Natursteinbänder mit Hinweisen auf die Geschichte des Herrschergeschlechts der Familie von Rode, auf die deutsch-niederländischen Geschichte und die Euregionale werden zur symbolischen Zeitschleuse zwischen Vergangenheit und Jetztzeit. Eine farbige Infostele markiert den Parkeingang. Auf einer Lichtung laden eine Sitzbank und "Ritterstühle" zum Verweilen ein.